Ich versuche mal mein Problem mit dem Tagträumen in diesem Post zu erklären. Das Problem besteht darin, dass ich dann überhaupt nicht mehr in der Realität bin. Ich liege/sitze/stehe dann irgendwo rum und die Zeit vergeht, aber ich merke es nicht und dann ist es, als wache ich auf und das ist a) kein angenehmes Gefühl und b) verbringe ich meine (Lebens-)Zeit dann einfach total unproduktiv. Ich weiß, das klingt total nach Leistungsgesellschaft, möglichst produktiv sein usw. und diesen Gedanken lehne ich eigentlich ab. Aber man muss auch bedenken, dass ich mittlerweile 26 bin und bisher weder Ausbildung noch Studium abgeschlossen habe. Die Regelstudienzeit habe ich mittlerweile (Stand: SoSe 2020) auch um 4 Semester überzogen und eigentlich wollte ich im Sommer mit dem Studium fertig werden. Ich rede hier übrigens nicht vom Master oder einer Diss, sondern von einem Bachelor-Abschluss! Andere Menschen in meinem Alter arbeiten schon seit 10 Jahren oder fangen jetzt mit ihrer Diss an.
Dadurch, dass ich den Kontakt zu meinen Eltern aufs Minimum reduziert habe, kann und will ich da nicht um (noch mehr) finanzielle Unterstützung bitten. Ich habe zwar im Moment einen Job, aber der reicht bei weitem nicht aus, um die Wohnung und den Lebensunterhalt zu finanzieren und ich bekomme keine staatliche Unterstützung.
Und ansonsten hab ich gerade auch wieder krasse Probleme mit dem Träumen. Das ist bei mir ganz komisch; zunächst einmal träume ich andauernd nur extrem emotional belastende Sachen und dann ist es aber noch so, dass ich nicht einfach von selbst aufwachen/aufstehen kann. Wenn ich nicht arbeiten muss, rutsche ich einfach immer wieder in diese Träume ab, kämpfe dagegen an, aber verliere, teilweise träume ich und bin irgendwie gleichzeitig wach, merke wie mein Herz rast, etc., komme aber einfach nicht da raus.
Dazu kommt dann noch diese... ich nenne es mal "Ich-Dysphorie". Ich konnte ja noch nie wirklich etwas mit meinem Spiegelbild anfangen, aber im Moment ist es wieder so schlimm. Wenn ich irgendwo an einer spieglnden Oberfläche vorbeilaufe fühle ich mich einfach total schlecht, weil das was ich da sehe NICHT dem entspricht, wie ich mich fühle. Und in diesem verdammten Gesicht im Spiegel sehe ich nur meine Eltern.
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Positiv ist, dass ich ein Thema für meine Hausarbeit gefunden und auch schon eine Literaturliste erstellt habe. Den Essay hab ich auch abgegeben, also fehlen bis zum Studienende "nur noch" 2 1/2 Hausarbeiten und die BA (allerdings dauert sowas bei mir immer ewig).