Freitag, 31. Januar 2020

Bericht

Ich kann gerade leider nur von meinem Handy schreiben, da das Ladekabel für meinen Laptop bei den Eltern meines Verlobten (ich fühle mich immer so komisch das zu sagen oder zu schreiben) liegt.

Ich hatte den Psychiatertermin und bin jetzt verunsichert, ob ich die Klinik wirklich brauche. Ich scheine immer ziemlich normal auf Leute zu wirken und das ist echt so ein Problem, das sich durch meine Erfahrungen mit Helfer*innen zieht.

Außerdem hatte ich dann noch ein Erstgespräch mit einer sehr netten Therapeutin. Das macht mich skeptisch, da ich der Ruhe nicht traue, aber vielleicht gibt es ja auch doch noch gute Theras. Wir werden sehen, erstmal nicht zu viel Hoffnung reinsetzen.
Allerdings habe ich ihr von dem "Verdacht" erzählt und bin am nächsten morgen total in der Derealisation aufgewacht. Seitdem besteht der Impuls ihr beim nächsten Mal zu sagen, dass sie das einfach nicht ernst nehmen soll, weil ich nur Blödsinn erzählt habe und es bei mir eig. eher um andere Dinge (emot. Vernachlässigung/Missbrauch + ein paar physische Sachen) geht.
Seit gestern bin ich auch wieder so stark am Tagträumen, dass ich von der realen Welt nicht viel mitbekomme. Und das mit mittlerweile 26 :( Ehrlich gesagt hält mich da auch gerade nichts. Ich habe immer noch starke Konzentrationsprobleme, Hoffnungslosigkeit etc...

Ach und: Danke für eure Kommentare, ich freue mich immer sehr wenn jemand sich die Mühe macht und ich werde sie auf jeden Fall noch beantworten, aber wahrscheinlich erst, wenn ich mein Kabel wieder habe.

Bis dahin

2 Kommentare:

  1. Wow. Wir danken dir so sehr für deine absolute Offenheit. Das war mehr, als wir erwartet haben und sehr ... beruhigend. Vielen Dank. Du hast eine Einladung bekommen (Entschuldigung, dass es so lange gedauert hat :S Die letzte Woche war :SSS)

    Ich hoffe, du findest Halt (auch wenn ich Tagträumen nicht unbedingt als etwas negatives sehe...?) Alles Gute dir ♥

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  2. Hey K,
    Danke für deine Antwort!
    Und danke für das nette Kompliment.

    Vieles was du beschreibst kommt mir (viel zu) vertraut vor.
    Es freut mich jedenfalls, dass du dranbleibst und dir Hilfe suchst.
    Und stimme dir zu, natürlich sollte einen nichts davon abhalten, ich persönlich habe nur schon zu viele komische Erfahrungen gemacht, allgemein mit Ärzten und gerade wenn es schwer fällt, überhaupt über sowas zu sprechen, ist das doppelt schlimm, dann entweder nicht ernst genommen zu werden oder angeschaut zu werden, als wärst du bescheuert oder so komisch bemitleidet zu werden, bäh.
    Seltsamer Satz.. Ich hoffe du weißt, worauf ich hinaus will.
    Auch die Annahme, irgendwie ist das doch gar nichts, nicht schlimm genug, nicht dies und nicht das, obwohl es dir überhaupt nicht gut geht.
    Das Sprechen darüber oder überhaupt es zu erklären ist schwierig, da vieles eben nicht offensichtlich ist, wie es bei z.B.körperlichen Übergriffen wäre.
    Also, zu deinem Punkt emotionale Vernachlässigung, psych.Missbrauch etc.
    Was will ich eigentlich sagen.. ich verstehe dich und die Gedanken, die du dir machst, und ich hoffe du bleibst weiter dran.

    Alles Liebe,
    Silver


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